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Never ending story: Mobbing

Ein nachgestellter Fall: Nele wird in ihrer Klasse von einer Mitschülerin namens Lena schikaniert. Anfangs war es nicht so schlimm, da es nur Lena war, aber später kamen auch Louise, Leni und Carlotta dazu. Zusammenwaren sie eine ständige Last für Nele. Die anderen Schüler in der Klasse fingen auch bald an, das Mädchen zu mobben, indem sie sie aus Gruppenarbeiten ausschlossen, und sie nie zu Geburtstagen einluden. Oft informierte Nele Lehrerinnen und Lehrer, die nicht viel ausrichten konnten.

Viele Schülerinnen und Schüler haben das Problem, ein Mobbingopfer zu sein oder es bei anderen Schülern mitzubekommen. Manche flüchten deswegen in andere Klassen oder Schulen, nachdem sie Jahre damit zu kämpfen hatten. Für die Mobbingopfer ist es schwer, direkt zum Lehrer oder zur Lehrerin zu gehen, da sie zum einen noch Hoffnung bei den Mobbern, die meist zuerst ihre Freunde waren, sehen und zum anderen nicht viel Vertrauen in die Lehrerschaft haben. Wir haben einige Lehrer gefragt. Sie meinen, sie könnten oft nicht viel unternehmen, da es erst einmal eine riesige Herausforderung für die Lehrerschaft ist, herauszufinden, dass es einen solchen Mobbingfall in der Klasse gibt. Auch könnten sie nicht gegen eine ganze Klasse ankämpfen. Ist diese Antwort zu einfach? Vielleicht, aber wir unterstellen unseren Lehrern zumindest, dass sie Mobbing unbedingt verhindern wollen. Nur wissen sie möglicherweise nicht, wie man das am besten machen kann. Sie belastet die Situation ebenso.

Falls ihr so einen Fall miterleben solltet, besprecht das nicht nur mit den Lehrern, sondern auch mit den Eltern und den Tätern persönlich. Gegen Mobbing kann etwas unternommen werden und das ist natürlich schwierig und langwierig.

Zurück zu unserem Fall: Nele wechselte die Klasse und läuft ihren damaligen Mobbern heute noch über den Weg. Zumindest ist fühlt sie sich nun in ihrer neuen Klasse wohler und kann sich wieder auf den Unterricht konzentrieren.

Unsere Aufgabe ist es, das Schülerinnen und Schüler nicht mehr durch Mobbing Klassen oder Schulen wechseln müssen. Eine Lösung wäre es, dass man an jeder Schule mehr Vertrauenslehrer hat, mit denen man einmal im Halbjahr mindestens einmal sprechen muss. So würde man einen Mobbinganfang oder andere Probleme zumindest schon mal frühzeitig erkennen können.

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